WordPress Gutenberg: Die Pagebuilder Revolution? Welche Chancen hat der neue Editor?

WordPress Pagebuilder "Gutenberg"

Die Spannung steigt, denn für April ist WordPress in der Version 5.0 angesagt – und diese hat nun endlich den verheißungsvollen „Gutenberg Editor“ an Bord. Damit soll nicht weniger als eine kleine CMS-Revolution eingeleitet werden. Denn es hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, dass WordPress eine reine „Blogsoftware“ sei. Dabei hat sich das Open Source Projekt WordPress längst zu einem vollwärtigen Content Management System entwickelt, wenn … ja, wenn in WordPress mit entsprechenden „Pagebuildern“ gearbeitet wird. Denn diese Plugins sind es letztendlich, mit deren Hilfe Webdesigner, Redakteure und Shopbetreiber ihre Seiten mit Leben füllen – also Layouts, Texte, Bilder, Videos, etc. integrieren. Da war es nur eine Frage der Zeit und logische Konsequenz, bis die WordPress-Community den Entschluss fasste, einen hauseigenen Pagebuilder fest ins System zu integrieren. Nun im April soll es mit dem WordPress Release 5.0 und dem „Gutenberg Editor“ so weit sein.

Der „Gutenberg Editor“ – einst analoger Buchdruck jetzt digitale Themenblöcke?

Der Name des neuen WordPress Editors kommt nicht von ungefähr. Während einst Herr Gutenberg die Verbreitung von Information durch den Buchdruck revolutioniert hat, soll es der gleichnamige Editor beim Handling mit dem CMS WordPress tun. Das in die Jahre gekommene Eingabefeld im WordPress Bearbeitungsmodus hat damit ausgedient. In Zukunft sollen es individuelle „Blöcke“ richten. Und die haben es in sich. Für so gut wie jede Anforderung gibt es einen entsprechenden Block, der sich frei positionieren und konfigurieren lässt.

Mit nur wenigen Schritten (Blöcken) ist ein Main Theme erstellt. Es gibt Überschriften Blöcke, Text-, Zitat-, Audio-, Videoblöcke und ganz neu: Tabellenblöcke – die bislang ein zusätzliches Plugin erforderten. Ein Klick auf das „Zahnradsymbol“ und die Blöcke lassen sich individuell gestalten. Das kann eine Bildbeschreibung ebenso sein, wie ein Festlegen von Textausrichtung, Background Color, Font Size, etc.

Über „convert to reusable block“ lassen sich Blöcke wiederverwendbar speichern und für weitere Projekte einsetzen. Auch die Menüführung gestaltet sich sehr übersichtlich, ist quasi selbsterklärend und führt hin zu speziellen Layout Blocks und Widget Blocks (für Shortcode, Categories und Latest Posts). Über die Menüauswahl „Embeds“ lassen sich Tweets einbinden und YouTube Videos sowie Artikel auf Facebook und Instagram posten.

Wie wird sich der Gutenberg-Editor auf die WordPress-Anwender auswirken?

Bislang stehen bei Anwendern bekannte Pagebuilder wie der sehr umfangreiche „Visual Composer“ sowie der einfach gestrickte aber dafür kostenlose „Page Builder by Site Origin“ (noch) hoch im Kurs. Aber wenn der Gutenberg-Editor erst einmal voll etabliert und bugfrei ist, wird es schwer sein, der internen System-Versuchung zu widerstehen. Durch die neuen „Content-Blöcke“ werden sich die Interaktionen von Benutzern und Entwicklern mit WordPress verändern – die Erstellung komplexer Webinhalte lässt sich unabhängig von technischen Fähigkeiten einfacher bewerkstelligen, bzw. wird durch den Gutenberg-Editor überhaupt erst möglich.

„Gutenberg“ installieren oder Tee trinken und abwarten?

Es muss nicht unbedingt Tee sein, dennoch sollten sich Anwender nicht vorbehaltslos auf das neue Release stürzen. Im abgesicherten Modus einer Testumgebung konnten Anwender den Gutenberg Pagebuilder bereits vorab testen. Und erwartungsgemäß kam es bei einer so umfangreichen Neuerung zu Inkompatibilitäten mit anderen Plugins. Zurzeit arbeiten die Entwickler mit Hochdruck bis zur letzten Sekunde daran, etwaige Bugs zu beheben. In jedem Fall sollten Anwender vor dem Aufspielen der Software ein komplettes Back-up der Website erstellen. Letzendlich muss erst das neue WordPress Release 5.0 abgewartet werden, um weitere Schlüsse zum WordPress "Gutenberg" Editor zu ziehen.

Neben dem aktuellen "Gutenberg" Editor gibt es zahlreiche Alternativen im Bereich Page Builder für WordPress. Werfen Sie einen Blick auf unseren Vergleich der 5 meist genutzten Page Builder 2018.

Gerne informieren wie Sie näher über das kommende WordPress Release 5.0 und den neuen WordPress "Gutenberg" Editor. Als Spezialisten für das Content Management System WordPress südlich von München stehen wir Ihnen bei Fragen natürlich gerne zur Seite.

Michael Loy

Der Autor

Michael Loy ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Internetagentur LOY GmbH.

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